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Auch ohne Profi-Kamera: So gelingt das perfekte Video

Expertentipps von der mbw für kurze Videobotschaften

Kurze Video-Grußbotschaften oder Statements für Social Media zeichnen unsere Kunden manchmal gerne selbst mit dem Smartphone auf. Was es dabei zu beachten gibt, erklärt mbw-Studioleiter Sebastian Sittl im Gespräch mit Redakteurin Janina Singer.

Die mbw ist Experte darin, für und mit ihren Kunden Filme zu drehen, beispielsweise Imagefilme oder Produktvorstellungen. Dabei steht professionelles und modernes Equipment zur Verfügung, von Kamera über Licht und Ton bis hin zum Hintergrund. Kurze Grußworte können aber auch ohne Profi-Ausrüstung ein echter Hingucker werden. Wie das geht, weiß Studioleiter Sebastian Sittl.

Janina Singer: Sebastian, du hast fast jeden Tag Menschen vor der Kamera, und zwar natürlich vor einer echten Profi-Kamera. Wenn Kunden selbst einen kleinen Film drehen möchten – geht das überhaupt so einfach, ohne Profi-Equipment?

Sebastian Sittl: Ja, wenn man keine professionelle Kamera zur Verfügung hat, geht das heutzutage auch gut mit einem Smartphone. Die modernen Geräte haben sehr gute Kameras eingebaut. Allerdings sollte das Modell nicht älter als zwei Jahre sein.

So wird die Videobotschaft professionell

Okay und dann halte ich einfach die Kamera so wie beispielsweise für eine Selfie-Aufnahme?

Nein, davon würde ich abraten, das wirkt im Ergebnis nicht so professionell. Man sollte auf jeden Fall ein Stativ nutzen. Dann wackelt die Aufnahme nicht und man kann die Kamera genau auf der richtigen Höhe platzieren.

Also setze ich mich hin und stelle das Stativ dann so ein, dass ich direkt in die Kamera schaue?

Ja und Nein. Hinsetzen würde ich mich eher nicht. Es ist besser, während der Aufnahme zu stehen. Dann klingt die Stimme voluminöser und die Gestik wirkt natürlicher. Das unterstreicht den Inhalt der Präsentation. Aber direkt in die Kamera schauen sollte man tatsächlich. Dann fühlen sich die Zuschauer persönlich angesprochen. Also die Kamera auf dem Stativ einfach auf Blickhöhe stellen.

Wenn ich beispielsweise eine Grußbotschaft für eine virtuelle Veranstaltung aufzeichne – in welchem Format sollte ich das dann machen?

Die Aufzeichnung erfolgt heute meist im Format 16:9. Ob man im Querformat filmt oder im Hochformat, ist allerdings davon abhängig, was man hinterher mit dem Film machen möchte. Auf einer Homepage oder bei einer Präsentation auf großen Leinwänden kann das Hochformat besser wirken. Beim Querformat ist ein kleiner Nachteil, dass im Hintergrund häufig Dinge mit aufgenommen werden, die eigentlich unnötig sind und ablenken.

Ich bin jetzt aber nicht so ein Technik-Freak und viele andere sicher auch nicht – wie bekomme ich das denn hin, dass das Format stimmt.

Das ist ganz einfach. In den Einstellungen der Smartphone-Kamera lässt sich das Format anpassen. Und wenn man schon dabei ist: Es ist auch gut eine möglichst hohe Auflösung zu wählen, also beispielsweise FHD 1080p. Am Ende der Produktion entscheidet man dann erst, welches Format wirklich benötigt wird, unter Umständen reicht ein kleineres Format. Dann werden die Dateien kleiner und lassen sich besser verschicken.

Auf die Details kommt es an: Bücher oder Fenster im Hintergrund lenken ab

Was sollte ich denn im Hinblick auf die Bildgestaltung noch beachten?

Wichtig ist der Raum, in dem man das Video filmt. Man braucht genug natürliches Licht, also einen möglichst hellen Raum und das Licht sollte von vorne kommen, sonst entstehen im Gesicht harte Schatten. Gut wird die Aufnahme also, wenn man Richtung Fenster blickt. Der Hintergrund sollte aber möglichst neutral sein. Also: Entweder man hat einen Aufsteller, beispielsweise mit dem Firmenlogo, oder man steht vor einer weißen Wand.

Puh, da muss man doch einiges beachten. Sebastian, hast du noch einen letzten wichtigen Tipp für die Videoaufnahme?

Ja. Man sollte auch auf die richtige Kleidung achten. Damit meine ich vor allem Muster und Farben. Die Kleidung sollte keine Karos, Linien oder sonstige Muster haben, die erzeugen nämlich ein störendes Flimmern. Also wählt man am besten einfarbige Kleidung, aber nicht ganz in weiß oder schwarz.

Und was ist mit Accessoires?

Wenn man eine Brille aufhat, sollte die entspiegelt sein und man sollte vorher prüfen, ob keine Lichtreflexe in den Gläsern zu sehen sind. Beim Schmuck muss ich dir aber eher zur Zurückhaltung raten. Zumindest sollte man auf klirrenden Schmuck, wie Armreifen oder Ohrringe verzichten, weil man diese Geräusche sonst auf der Aufnahme hören würde.

Das wollen wir nicht, aber dir habe ich sehr gerne zugehört, vielen Dank an mbw-Studioleiter Sebastian Sittl für diese vielen guten Tipps.

Und eine Info noch:
Die mbw übernimmt natürlich gerne, falls erforderlich, die Postproduktion an einem ganz modernen Schnittplatz. Und für aufwendigere Produktionen steht Ihnen Sebastian Sittl gerne mit seiner ganzen Erfahrung und Technik zur Verfügung. In unserer Greenscreen-Suite können virtuell auch die verschiedensten Hintergründe eingebaut werden. Es stehen bei Bedarf professionelle Sprecher zur Verfügung – also einfach gerne melden, bei der mbw für Ihre professionelle Videoaufzeichnung.

 

Sebastian Sittl, Leiter TV-Studio hbw Haus der Bayerischen Wirtschaft, Film, Webinare, Technikprofi

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Sittl
Leiter TV-Studio

+49 89 551 78-511
sebastian.sittl@mbw-team.de

Diese Hintergründe lenken vom Video ab

  • Schränke oder Regale mit erkennbarem Inhalt
  • Bilder oder Poster
  • Fenster, durch die man rausschauen kann
  • Andere Personen
  • Störgeräusche, etwa vom Straßenlärm oder Geräten

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