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Was macht eigentlich ein Streamer bei der mbw?

Wie die Arbeit eines Streamers bei der mbw aussieht

Mit dem Begriff „Streamer“ verbinden viele in erster Linie Twitch- oder YouTube-Streamer, die ihre Zuschauer mit in ihre Gaming-Welt nehmen oder online als DJ ihre Musik mit anderen teilen. Doch „Streamer“, das ist heutzutage auch ein richtiger Beruf. Wie dieser genau aussieht, darüber spricht Redakteurin Janina Singer mit mbw-Streamer Maximilian Schmidt.

Janina Singer: Maximilian, du bist Streamer hier bei der mbw. Das ist ja aber kein Ausbildungsberuf in dem Sinne. Was hast du eigentlich gelernt?

Maximilian Schmidt: Ich habe nach dem Abitur Mobile Computing studiert, also in der Informatik Anwendungsentwicklung.

Und mit dem Streaming hast du, wenn ich es richtig mitbekommen habe, erst mal im privaten Bereich angefangen, nämlich beim Handball, richtig?

Ja, das hat eigentlich als Hobby angefangen. Erst mal mit einer Fotokamera. Und irgendwann wollte ich Handballspiele einem größeren Publikum zeigen, so eine Art Fernsehen in klein, und habe angefangen, mich damit zu beschäftigen, wie man das denn auf YouTube machen könnte und was man dafür braucht.

Und wie bist du dann zur mbw gekommen?

Das hat dann ein bisschen gedauert. Nach dem Studium – während der Corona-Zeit – habe ich erst mal im Baumarkt in der Logistik gearbeitet und nebenbei weiter als Hobby gestreamt und hier und da ein bisschen mehr Technik angeschafft. Vor ungefähr drei Jahren dann habe ich den Schritt gewagt, das Ganze hauptberuflich zu machen. Und dann bin ich nach einem Jahr ungefähr hier bei der mbw gelandet.

Was sind denn hier jetzt genau deine Aufgaben? Ich weiß, du streamst Veranstaltungen. Es gibt bei uns im Haus ja viele Kongresse oder Pressekonferenzen, für deren Streaming du zuständig bist. Aber die gibt es ja nicht jeden Tag. Was gehört noch zu deinem Job?

In erster Linie sind das die Livestreams. Zu denen gehören aber auch Vorbereitungen, die Abstimmung mit dem Kunden und eine Nachbereitung. Es werden dann auch Statistiken ausgewertet. Aber nebenbei übernehme ich auch noch andere Aufgaben im technischen Bereich. Es ist ein weites Gebiet.

Ja, du gehörst einfach auch zu unserem Technik-Team und hilfst auch mir beispielsweise mal im Audio-Studio. Maxi, kannst du beschreiben, wie ein typischer Tag bei dir aussieht? Oder ist wirklich jeder Tag anders?

Also, den typischen Tag gibt es so im Prinzip nicht, weil es alles natürlich stark projektabhängig ist. Wenn wir mal einen Tag nehmen, an dem im Greenscreen-Studio ein Webinar stattfindet: Dann bin ich ungefähr eineinhalb Stunden vor dem Webinar-Beginn im Studio und bereite alles vor. Dann läuft das Webinar und danach schneide ich dann noch die Aufnahmen, bearbeite sie nach und lade sie hoch. Wenn keine Veranstaltungen anstehen, nutze ich die Zeit, um beispielsweise Technik zu warten oder schon andere Events vorzubereiten.

Klar, Technik muss ja immer dann funktionieren, wenn sie auch gebraucht wird. Vor allem habe ich da im Kopf: Bild und Ton müssen stimmen! Aber ich glaube, ganz so einfach ist es nicht, dass das mit dem Streamen dann auch wirklich richtig klappt, oder?

So einfach ist es tatsächlich nicht so. Natürlich, Bild und Ton sind die zwei wichtigsten Komponenten. Wobei ein ruckeliges Bild noch eher verziehen wird als ein schlechter Ton. Aber es gibt viele weitere Kleinigkeiten, auf die man achten muss, etwa die Verkabelung und dass alle Stecker richtig sitzen. Wichtig ist, dass man alles gut vorbereitet und vorher auch einmal durchprobt.

Streaming ist ja im Zuge der Corona-Pandemie so richtig groß geworden. Da wurde plötzlich alles gestreamt. Man merkt aber, dass das jetzt wieder etwas nachlässt. Glaubst du, dass die Häufigkeit, in der Veranstaltungen gestreamt werden, noch weiter zurückgeht? Oder glaubst du, dass es auf dem jetzigen Level jetzt bleibt?

Das kann man pauschal nicht sagen. Natürlich wird es tendenziell eher weniger. Aber es gibt mittlerweile auch viele Hybridveranstaltungen, bei denen man versucht, beides miteinander zu kombinieren. Und ich glaube, gerade heutzutage sollte man auch eben diesen kombinierten Weg gehen. Nur so kann man am Ende auch nachhaltig die Reichweite vergrößern.

Du hast vorhin schon gesagt, es muss wirklich jedes Kabel sitzen, damit alles funktioniert. Gab es mal so eine richtige Panne?

Pannen gibt es natürlich immer mal wieder, manchmal kleinere, manchmal größere. Der Klassiker ist, dass das Mikrofon nicht an ist,  und manchmal gibt es auch Internetausfälle. Das sind die zwei größten Fehlerquellen. Eine echte Panne hatte ich mal bei meinem Hobby, dem Sport-Streaming. Ich wollte ein Handballspiel live übertragen. Weil die Halle aber so gut isoliert war, dass es kein Internet gab, habe ich extra eine Verbindung zur Satellitenschüssel draußen gelegt und dann ist ein Auto auf dem Parkplatz gegen diese Satellitenschüssel gefahren.

Die Übertragung ist dann ausgefallen, nehme ich an?

In diesem Fall ist die Übertragung dann ausgefallen, ja.  

Wenn du deine Zeit bei der mbw Revue passieren lässt. Gibt es eine Highlight-Veranstaltung?

Puh, also die eine Highlight-Veranstaltung könnte ich jetzt gar nicht nennen. Jede Veranstaltung ist für sich interessant und hat immer wieder neue Herausforderungen.

Das klingt aber nach einem super Job. Hast du deinen Traumjob gefunden?

Das kann man so sagen. Das Streaming war ja mein Hobby und ich habe daran auch meinen Spaß gefunden. Daher: Ja!

Aber wenn du dein Hobby zum Beruf gemacht hast, dann hast du jetzt kein Hobby mehr. Oder hast du ein neues gefunden?

Das Hobby ist im Prinzip das Gleiche geblieben!

Hobby und Beruf in einem – das klingt doch nach der perfekten Lösung. Und ich finde es immer wieder spannend, was für unterschiedliche Lebensläufe und Berufsbilder es gibt. Vielen Dank, dass du über deinen Weg mit mir gesprochen hast.

Sehr gerne.

Maximilian Schmidt, Streamingtechniker

Ihr Ansprechpartner

Maximilian Schmidt
Streamer & Greenscreen-Techniker

+49 89 551 78-359
maximilian.schmidt@mbw-team.de

Podcast

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